Probenlager im Reiche Thuringia
Mit einem Probenlager in Schirnrod bei Sachsenbrunn bereiteten die 12- bis 15-Jährigen Mimen des Kinder- und Jugendtheaters Tohuwabohu ihr neues Weihnachtsstück vor. Dabei entstand dieser Erlebnisbericht der etwas anderen Art. Von Moritz Weise
Probenlager Tohuwabohu Einblick in die szenische Probenarbeit während des Tohuwabohu-Probenlagers in Schirnrod. Es diente zur Vorbereitung des diesjährigen Weihnachtsstückes
Montag, 9. Oktober, 8.30 Uhr. Zwei gelangweilte Jugendliche lümmeln vor der Volkshochschule Meiningen herum. Sie haben Reisetaschen dabei und sehen aus, als ob sie eben zu Hause rausgeflogen wären. Eine Frau fortgeschrittenen Alters mit roten Haaren nähert sich den beiden. Will sie sie mitnehmen? Die Kinder kidnappen? Oder ist sie die Leiterin des Kinder- und Jugendtheaters Tohuwabohu? Denn es ist der Abreisetag der Jugendgruppe ins Probenlager nach Schirnrod. Dort angekommen, geht’s gleich zur Sache: Proben bis der Arzt kommt. Die letzten verlassen erst nach 21 Uhr den Probenraum.

Das Märchen vom Nußknacker

Aufführungen in der Aula
der Volkshochschule Meiningen:
  • 24. Dezember, 10 und 12 Uhr
    (1. und 2. Premiere)
  • 26. Dezember, 16 Uhr
  • 27. Dezember, 17 Uhr
  • 28. Dezember, 17 Uhr
Der Kartenvorverkauf hat begonnen:
in der Meininger Bibliothek und der Christophine Kunstschule (vhs).

Flyer "Märchen vom Nußknacker" »
Dienstag, 10. Oktober, 8.30 Uhr. 13 müde jugendliche Schauspieler. Ein Tisch voll mit köstlichsten Speisen. Und am Ende der Tafel sehen wir die seltsame Frau mit den roten Haaren von gestern sitzen. Anscheinend hat sie noch 11 weitere Jugendliche aus dem Raum Bad Neustadt, Hildburghausen, Schmalkalden und vor allem Meiningen eingesammelt. Nach 30 Minuten hören wir plötzlich laute Schreie: „Hu ha zing“ schallt es aus einem der Seminarräume des Schullandheims Schirnrod. Spielen die 13 Jugendlichen etwa mit Waffen? – Nööö, das sind nur Theaterspiele, sagteiner. Und verschwindet in einem der Probenräume. Offenbar wird an einem Märchen geprobt. Mittlerweile ist es später Abend geworden, als auf einmal laut nach Werwölfen gerufen wird. Es geht also um Harry Potter?
...noch mehr Tohuwabohu um den Nußknacker »
 
Wir haben einen Förderverein
SchulmaterialFür viele Kinder (nicht nur) aus den Schulen des Landkreises ist der Aufenthalt ein Höhepunkt der Schulzeit, das jährliche Ferienlager ist ein echter Dauerbrenner und viele längst Erwachsene erinnern sich bis heute gern an die Klassenfahrt in die „Station junger Touristen“ in Schirnrod, die obligatorisch in Klassenstufe 4 der DDR-Schulzeit stattfand. Heute heißt die Einrichtung „Schullandheim“ und Frau Gerlof leitet es seit nunmehr 16 Jahren. In dieser langen Zeit hat sie gemeinsam mit ihren Mitarbeitern einiges erlebt, am Gebäude und in den Räumen viel bewegt, die vielfältigen pädagogischen Projekte unentwegt weiterentwickelt und den Aufenthalt für Besucher jedes Alters attraktiver gemacht.

Nicht alle neuen Ideen und Vorstellungen lassen sich mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umsetzen. Deshalb haben sich bereits im März 2017 11 engagierte Freunde und Förderer des Schullandheims Schirnrod zu einem Förderverein zusammengeschlossen. Dies sind vor allem ehemalige Freiwilligendienstleistende, die der Einrichtung nach wie vor als fleißige Helfer bei Projekten und Ferienlagern in den Sommerferien zur Verfügung stehen, aber auch Lehrer, die das Schullandheim regelmäßig mit Schulklassen besuchen und Kooperationspartner, mit denen Frau Gerlof schon seit vielen Jahren zusammenarbeitet.

In einer geselligen Runde verabschiedeten die Gründungsmitglieder in ihrer ersten Versammlung die Satzung des Fördervereins. In den Vorstand wurden neben Felix Schubert und Anne Schwanitz als Vorstandsvorsitzende auch Bianca Sommer und Sandra Popp als Kassenwartin bzw. Kassenprüferin gewählt. Alle warten nun voller Tatendrang darauf, die Arbeit des neuen Fördervereins mit Leben zu erfüllen.

Spendenaufruf

Der Verein hat sich das Ziel gesetzt, das Schullandheim finanziell zu unterstützen. So müssen z. B. regelmäßig neue Spielgeräte und Projektmaterialien für die kleinen Gäste angeschafft und natürlich bezahlt werden. Im regelmäßig durchgeführten und bei Kindern zwischen 7 und 14 Jahren äußerst beliebten Sommerferienlager stellen vor allem die Ausflugskosten eine große Kostenbelastung dar, die Frau Gerlof und der Förderverein gerne mindern würden.

Da die Mitgliedschaft im Verein kostenlos ist, ist er vor allem auf Spenden angewiesen. Zu diesem Zweck wurden in den letzten Tagen bereits zahlreiche Firmen der näheren und entfernteren Umgebung kontaktiert und um Spenden gebeten.
Natürlich sind auch finanzielle Zuwendungen von Privatpersonen gern gesehen. Wenn man Kinder mit leuchtenden Augen von den tollen Tagen in Schirnrod erzählen hört oder sich selbst noch an einen gelungenen Aufenthalt dort erinnert, möchte man dieses Erlebnis auch vielen anderen Kindern gönnen.

Jeder, der das Schullandheim in Schirnrod gern finanziell unterstützen möchte, erhält bei Felix Schubert (0162/9202586) oder direkt im Schullandheim unter 03686/60085 weitere Informationen für eine Förderverein-Spende. Wir freuen uns sehr auf Ihre Anrufe!

Natürlich können Sie auch direkt auf das Konto überweisen
und selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenquittung.
Bank: VR Bank Südthüringen
IBAN: DE43 8409 4814 5505 2470 55
BIC: GENODEF1SHL

Werden Sie Mitglied

Freuen würden wir uns auch über Ihr Interesse an einer Mitgliedschaft in unserem Förderverein. Wie schon geschrieben, ist die Mitgliedschaft im Verein kostenlos. Unseren Aufnahmeantrag können Sie sich als PDF-Datei herunterladen. Leiten Sie uns diesen bitte ausgefüllt und unterschrieben zu und Sie erhalten von uns nach einigen Tagen ihre Eintrittsbestätigung, mit der wir Sie herzlich willkommen heißen werden!  Download Aufnahmeantrag >>>


 
Der passende Rahmen...
...für das Jugendprojekt „Youth Music Art“. Musik vom Feinsten, Gänsehautfeeling, viele Tränen – das hält das Abschlusskonzert des interkulturellen Jugendprojektes parat. Zuvor hatten die Teilnehmer aus vier europäischen Ländern eine Woche lang geprobt. Im Schullandheim Schirnrod.
Youth Music Art Emotionales Ende eines Konzerts: Die Teilnehmer aus vier europäischen Ländern sind sich des baldigen Abschieds bewusst. Fotos (3). frankphoto.de | Text Jan-Thomas Markert
Zuerst jubelten sie, dann flossen die Tränen bei vielen von ihnen in Strömen. Denn allen Teilnehmern des internationalen, vom Erasmus-Programm geförderten Jugendprojektes unter dem Titel „Youth Music Art“ war nach dem Konzert in der Jugendschmiede in Suhl bewusst, dass die gemeinsame Zeit nur wenige Stunden später zu Ende gehen würde. Eine Woche lang hatten die 24 Musikfreunde im Alter von 18 bis 25 Jahren aus Spanien, Italien, Bulgarien und Deutschland im Schullandheim Schirnrod mit länderübergreifender Verständigung geprobt für diesen krönenden musikalischen Abschluss. Sie hatten in den drei Gruppen Rock, Pop und Rap jeweils ein eigenes Lied geschrieben, komponiert und schließlich auf eine Art und Weise präsentiert, die berührte. „Ich hatte mehrfach Gänsehaut“, sagte Ina Gerlof, die Leiterin des Schullandheimes, und bekannte nach den Auftritten, die Gruppenleiter Tom Thiere aus Heckengereuth charmant präsentierte: „Ich hätte nicht gedacht, das in so kurzer Zeit etwas so Großartiges entstehen kann.“
...alle Infos zu "Youth Music Art"
 
Sommerferienlager 2017
Sommerferien

Auch in diesem Jahr öffnen wir in den Sommerferien unser Haus wieder für unsere Ferienlagergäste.

Im Juli 2017 bieten wir 2 Durchgänge an:

  • 1. Durchgang leider besetzt :-)
  • 2. Durchgang vom 16. Juli 2017 bis 21. Juli 2017

Bei Interesse liegt ein Anmeldeformular zum herunterladen bei, dies kann in einem PDF-Reader ausfüllt werden, dann ausdrucken und unterschreiben und ab in die Post.

 
Wie geht Sex? So geht Sex!

Vor 115 Jahren passierte in deutschen Klassenzimmern das Unglaubliche: Es sollte über Sex gesprochen werden. Ganz offiziell. 1900 entschied sich Preußen, Jugendliche in der Schule aufzuklären. Und wie lernt man heute Sex? Von Karsten Tischer

Vertragsunterzeichnung Foto: ari

Sehr sicher, kann aber auch kaputtgehen: Samuel (13) zeigt, wie ein Kondom richtig über den Penis abgerollt wird. Seine Klasse, die 8a der Regelschule Schleusingen, war knapp eine Woche lang im Schullandheim in Schirnrod. Und jeden Tag ging es um Sex. Die Klasse nahm am Aufklärungs-Projekt "Love Island" teil.
"Jungs haben es leichter mit der Sexualität. Sie berühren jeden Tag ihr Geschlechtsteil. Die Mädchen überhaupt nicht." Die Fragen der Mädchen & Jungs beantwortete Ina Gerlof während der Projektwoche.

Vor etwas mehr als 100 Jahren hätte ein Text wie dieser vermutlich nicht geschrieben werden können. Zu unanständig das Thema, zu schmuddelig der Vorgang, um ihn Kindern näherzubringen. Da schwieg man lieber und hoffte auf das Beste. Heute hört sich das ganz anders an, wenn Erwachsene dem Nachwuchs erklären, wie man Nachwuchs macht und wozu Sex sonst noch so alles gut sein kann: Da ist zum Beispiel dieses Bild mit zwei etwas zu dick geratenen Figuren, die verkehrt herum aufeinanderliegen, ihren Kopf zwischen die Beine des anderen geklemmt. Ina Gerlof hat es einer Schülerin in die Hand gedrückt. Sie soll beschreiben, was darauf gerade vor sich geht.

Ina Gerlof ist die Leiterin des Schullandheimes "Am Bleßberg" in Schirnrod - ein Dörfchen in der Nähe von Eisfeld. Sie hat sich wieder das Projekt "Love Island" ins Haus geholt, was nichts anderes ist als ein ziemlich umfangreiches Infopaket der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen. Kondome, Dildos, Vaginalringe, Portiokappen und Verhütungspflaster - beinahe alles steckt darin und kann begutachtet werden. Die Erklärung übernimmt Ina Gerlof.

Zurück zu den zwei ulkigen Comicfiguren: Noch immer wird überlegt, genau hingeguckt, gedreht und nochmal geschaut. "Die riechen an ihren Geschlechtsteilen", meint das Mädchen, das das Bild hochhält, irgendwann. Der Junge neben ihr fängt an zu lachen.

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Testzeit zwischen Abi und Studium

Felix Schubert

Felix Schubert aus Crock hat sich nach dem Abitur und vor dem Studium für eine persönliche Testzeit entschieden. Er absolviert ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei und im Schullandheim Schirnrod „Am Bleßberg“. „Es läuft alles noch viel besser, als ich es mir vorstellen konnte“, sagt Felix Schubert sichtlich zufrieden. „Ich habe es überhaupt nicht bereut, dass ich mich für dieses Jahr im Schullandheim Schirnrod entschieden habe.“

Der 19-Jährige hat im vergangenen Jahr am Gymnasium in Hildburghausen sein Abitur gemacht. Und eigentlich stand für ihn schon vor dem Schulabschluss fest, dass er Lehrer werden möchte. Manchmal allerdings, meint der junge Mann aus Crock rückblickend, kamen ob des Berufswunsches auch Zweifel. Sich vor Studienantritt ausprobierenmzu können im Umgang mit Kindern, sich im besten Fall bestätigt zu fühlen, das habe er sich gewünscht.

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rein ins Haus der Natur

Haus der Natur in Goldisthal Logo

Im „Haus der Natur“ tauchst du in die wunderbare Natur des Oberen Schwarzatales ein. Die interessante und spannende Ausstellung des Naturerlebnishauses zeigt auf anschauliche Weise besondere Ausschnitte der Thüringer-Wald-Region...

zum Haus der Natur in Goldisthal »

 
Zirkuswoche mit Tasifan

Wenn aus Schülern Artisten werden

An diese Schullandheimwoche werden sich die Sachsenbrunner Grundschüler garantiert noch lange erinnern. Quasi aus dem Stand haben sie sich in Zirkuskünstler verwandelt, mit ganz erstaunlichen Fähigkeiten und Talenten.

Schirnrod/ Sachsenbrunn - "Ehrlich gesagt, anfangs waren wir überhaupt nicht begeistert", gesteht Diana Schwabbacher, die Leiterin der Sachsenbrunner Grundschule. Als die Chefin des Schullandheims "Am Bleßberg", Ina Gerlof, mit dem Vorschlag kam, nach den Herbstferien mit einer Zirkus-Projektwoche zu starten, sei ihr erster Gedanke gewesen: Dann hängen wir doch mit der Stoffvermittlung, die Weihnachtsfeier muss auch bald vorbereitet werden, und personell sind wir eh so dünn besetzt. "Zum Glück haben wir uns dann doch überzeugen lassen. Jetzt sind wir alle total begeistert!"

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